Seite 2 von 2

Re: Die Vertreibung der Sudetendeutschen

BeitragVerfasst: Mi 23. Feb 2011, 10:17
von Andi
Kannst ja "ändern". ;)
Die meisten Autoren "sind nicht so drauf", daß sie gleich "kostenpflichtigen Ärger" machen, sie fühlen
sich eher geschmeichelt. Es soll aber welche geben, die absichtlich ein paar Wort-Erfindungen
oder Rechtschreibfehler reintippen und dann täglich auf Jagd gehen mit der google-Maschine.
Miranda zahlt dann die Strafe.
PS: Wenn der Autor lange genug verstorben ist, darfst Du munter kopieren.
Im bescheuerten Deutschland sind jetzt 11 Worte die Grenze, dann beginnt die "Schöpfungstiefe",
(soweit ich weiß).

Also da steht zum Beispiel:

die Beschränkung des deutschen Schulwesens

Opa war Lehrer, er hatte zusammen mit einem tschechischen Kollegen eine kleine 2-Klassen
Dorfschule. (Es gab eine deutsche und eine tschechische Klasse, ein Klasse hatte ca 50 Schüler)

tschechischen Verweigerungspolitik usw

Das bleibt ja wohl weltweit keiner Minderheit erspart, auch heute nicht, auch nicht in EU.
Siehe aktuelle Migrationdebatte. zB wo ist das Wahlrecht der Türken in BRD?
Die Deutschen in CSR hatten eines, immerhin.

Re: Die Vertreibung der Sudetendeutschen

BeitragVerfasst: Mi 23. Feb 2011, 16:40
von Brigitte Bernstein
Hallo !.
Meinem Vater hatte man auch angeboten wieder zurück zu kommen, er wollte nicht mehr. Er hätte seinen eigenen Grund und Boden zurück kaufen müssen. Er mußte drei Mal die Staatsangehörigkeit wechseln, geboren ist er 1914 als Österreicher, nach dem der 1. Weltkrieg verloren war, wurde er (Deutsch-Tscheche) wie es in seinen Papieren steht, dann Sudetendeutscher. Er wollte nicht mehr in einem Land leben, in dem ständig eine Bevölkerungsgruppe von der anderen " getreten wird ". Ein Mal hatten die Tschechen nichts zu sagen, und dann wieder die Sudetendeutschen. Auch wäre er ja wie Andi schon sagte in seiner Heimat ein Fremder gewesen, die Freunde und die Familie waren in allen Himmelsrichtungen verstreut. Auch wenn Mutter mit gekommen wäre, die ja auch dort geboren wurde, das ganze Umfeld hatte sich ja verändert. Er hätte sich nie mehr richtig sicher fühlen können. Auch wenn er in seinem Herzen immer ein Sudetendeutscher geblieben ist, und regelmäßig die Treffen der Sudetendeutschen besucht hat, 1998 wurde ihm noch eine Ehrenurkunde als zeichen der Anerkennung für besonders lange Mitgliedschaft überreicht, bei seiner Beerdigung wurde auf seinen Wunsch hin, dass Riesengebirgslied gesungen, aber seine Heimat Welhotta, war für ihn abgeschlossen.

Gruß Brigitte :?

Re: Die Vertreibung der Sudetendeutschen

BeitragVerfasst: Do 9. Jun 2011, 22:04
von Andi
Die Meisten waren schlicht traumatisiert. Viele haben es bis heute nicht überwunden?

Habe heute bei einem Ausflug ein vom Tourismus und Google unentdecktes Kunstwerk besucht.
"Burg Egerland" in Rothof bei Würzburg. Ein sudetendeutscher Vertriebener hatte wohl in den
60er-70er Jahren aus lauter Scherben und zerbrochenen Steinen (von dem damals noch reichlich
vorhandenen Würzburger Bombenschutt?) ein kleines Schloß gebaut. Mmn hatte er so (für sich)
seine verlorene Kindheit wieder entstehen lassen oder ein Reparieren seiner zerbrochenen Welt.
Obwohl schon einiges bröckelt ist alles noch malerisch schön..... im Stil der Nikki de Saint Phalle
oder Gaudi. Der Künstler ist bereits verstorben und den Namen habe ich (noch nicht) rausgefunden...
Werde die Tage aber ein paar Fotos hochladen.

Re: Die Vertreibung der Sudetendeutschen

BeitragVerfasst: Fr 10. Jun 2011, 18:33
von Andi
Das hat er alleine gebaut!

Bild

Bild

Bild

Bild